
Neues Erscheinungsbild für die Bundesagentur für Arbeit
Diese Kundenorientierung und das damit verbundene neue Selbstverständnis der BA als moderner Dienstleister wird im Zuge der Reform auch durch einen weiterentwickelten visuellen Auftritt der BA sichtbar. Was mit der Umbenennung der Bundesanstalt in die Bundesagentur für Arbeit am 1. Januar 2004 begonnen wurde, wird nun auch optisch konsequent fortgesetzt. Die BA gibt durch ein neues Erscheinungsbild den Kunden Orientierung und signalisiert, dass sie im Kundenzentrum ein besserer Service erwartet.
Ab Mai wird in den umgestellten Agenturen auch das neue Erscheinungsbild sichtbar werden. Dort sind dann die positiven Wirkungen der BA-Reform erstmals insgesamt erlebbar. Danach folgen bundesweit bis zum Jahresende alle Agenturen für Arbeit, in denen das neue Kundenzentrum eingerichtet ist.
Dem Anspruch der Handlungsprogramme, Kunden entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse zu beraten, folgt das neue Erscheinungsbild durch die Einführung eines Farbsystems für Broschüren und Infoschriften. Durch die Farbkennung auf den Informationsmedien der BA wird für jeden Kunden sofort ersichtlich, welche Informationen für ihn wichtig sind.
Diese Farbkennung wird ab Mai 2005 immer dann gestalterisch umgesetzt, wenn Informationsmedien neu erstellt oder nachgedruckt werden. Um diese Informationen an den für den Kunden wichtigen Stellen im Kundenzentrum platzieren zu können, werden die umgestellten Agenturen mit neuen Infosäulen und Broschürenständern ausgestattet. Am Empfang, in der Eingangszone und in den Selbstinformationseinrichtungen sind so alle wichtigen Informationen für den Kunden leicht zugänglich.
Die umfangreiche Neustrukturierung und der Wandel der BA zu einem modernen und kundenorientierten Dienstleister war auch Anlass, das Logo der BA weiterzuentwickeln. Es wurde modernisiert und ist ein klares Signal: Die BA öffnet sich, wird zeitgemäßer, sie arbeitet kundenorientiert und wirkungsvoller.
Die Entwicklung des neuen Erscheinungsbildes der BA insgesamt und die Planungen zur Einführung wurden über einen längeren Zeitraum vor allem mit internen Ressourcen und Kosten von rund 100.000 Euro realisiert.
Zum Thema:
Logo-Renovierung stößt auf breite Ablehnung
(Spiegel; 23. April 2005)
BA-Chef verteidigt neues Logo
(Stern; 23. April 2005)
Die Bundesagentur und ihre neuen Kleider
(Handelsblatt Weblog; 04. Mai 2005)
CommentsSchriftsippenhaft
Das also ist das neue Logo der Bundesagentur für Arbeit, schreibt Handelsblatt-Blogger Thomas Knüwer. Die Schrift ist offenbar Corporate S demi von Kurt Weidemann (Sample). Futter für die unvermeidlichen Glossen: Weidemann hat die Corporate-Schriftfamilie ursprünglich für Daimler-Benz, jetzt DaimlerChrysler entworfen. Derzeit ist sie unter anderem bei der FDP (Infoblatt) und beim Handelsblatt im Einsatz — wenn Oskar Lafontaine das wüsste.
(Nein, nicht das Logo allein hat 100.000 Euro gekostet. Auch wenn’s in polemischen Kommentaren besser klingt.)
Nachtrag: Der renommierte Schriftgestalter Erik Spiekermann hat auch kommentiert, und Thomas Knüwer gibt Tipps zur Verhinderung negativer Berichterstattung.
Wortfeld, May 7, 2005 10:02 AMDie Bundesagentur und ihre neuen Kleider
Eigentlich müsste ich jetzt heftig an einer Geschichte tippen. Sie soll handeln von Coporate Design, aufgehängt am neuen Logo der Bundesagentur für Arbeit. Eigentlich. Praktisch konnte mir das Ex-Arbeitsamt bis jetzt nicht sagen, wie das neue Gewand denn nun aussehen soll.
Es gibt eine ungeschriebene Regel, die wir Journalisten gerne übersehen. “Wenn Du Dich einmal nicht entscheidest, vor Ort zu sein - sei sicher, dass dort etwas passiert.” So ähnlich geht es jetzt gerade. Heute morgen präsentierte die Bundesagentur für Arbeit ihr neues Logo.
(…)
tknuewer, May 7, 2005 10:04 AMBundesagentur-Logo - einen Tag später
Ich bin verwirrt. Entgeistert. Hab ich eine Vision? Spinne ich? Anscheinend hat die gesamtdeutsche Medienwelt das neue Logo der Bundesagentur für Arbeit - sagen wir's direkt - verpennt.
Freitag, 16.12 Uhr. Und es scheint, als sei eine elegante Presse-Verhinderungskampagne von Erfolg gekrönt. Die der Bundesagentur für Arbeit nämlich. Denn nirgends, aber auch wirklich nirgends, wird außerhalb des Handelsblatts über das neue Logo der BA berichtet. Nicht in der “FAZ”, nicht in der “Süddeutschen”, nicht in der “Welt”. Im Fernsehen? Auch nichts. Online? Nur in Weblogs. Nicht einmal die “Bild” verwertet diese Vorlage für die Schlagzeile: “Dieses Logo kostet 100.000 Ein-Euro-Jobs”.
OK, vielleicht interessiert das Thema einfach niemand. Aber so ganz mag ich nicht daran glauben, angesichts der Rekordklicks auf meinen Eintrag von gestern und die gewaltige Menge von Kommentaren (dafür vielen Dank!).
(…)
via handelsblatt weblog:
unfreiwillig haben die verursacher einen kommentar zu den wirklichen verhältnissen im lande abgegeben: der neue schriftzug ist aus der Corporate S gesetzt, das ist die hausschrift von DaimlerChrysler. Die kann zwar jeder kaufen, aber sie wurde ursprünglich für DaimlerBenz entworfen und ist heute noch das durchgehende element des Corporate Design beim Daimler.
Und der wahrheit zuliebe muss ich mich outen als entwerfer der “alten” schrift des arbeitsamtes. Das ist die FF Meta, die es seit 1991 überall zu kaufen gibt und die unter gestaltern ein wenig den ruf einer “alternativen” schrift hatte. Für die bundesanstalt also genauso wenig passend wie die Daimlertype. Aber wie sagt Watzlawik:
“Man kann nicht nicht kommunizieren”.
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