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Nordsonne (Berlin/Germany)

Neues Corporate Design für die Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) 26.11.04

Prof. Dr. Wolfgang Huber, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), hat am 26.11. gemeinsam mit NORDSONNE das neue Corporate Design der Landeskirche vorgstellt. Präsentiert wurde im Rahmen des Erscheinungsbildes auch das neu gestaltete Signet der EKBO:
Neues Signet der EKBO Erste Anwendungen des Corporate Designs sind die 76 Seiten umfassende Informationsbroschüre und der Internetauftritt der Landeskirche, der Mitte Dezember online geschaltet wird.

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Die Farbe der Frömmigkeit
Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gibt sich ein neues Gesicht – und bleibt trotzdem traditionell.

Überholungsbedürftig. So beschrieb Markus Bräuer, Öffentlichkeitsbeauftragter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), vor geraumer Zeit das Erscheinungsbild derselben. Corporate Design heißt das Neudeutsch. Und die ganze Kirche war sich einig, das muss anders werden. Schluss mit dem pastelligen Grün-rosa im Internet, schluss mit dem Logo, einem Facettenkreuz aus Quadraten zusammengesetzt.

Oder fast schluss: Die Designer der Agentur Nordsonne aus Berlin ließen dem Altbekannten doch eine Chance – eine in Form von drei kleinen Karos: Der Rahmen der neuen Wort-Bild-Marke. Die Miniquadrate, übriggebliebene Kreuzreste, stehen für die drei Regionen: Berlin, Brandenburg, schlesische Oberlausitz, die heute unter dem Dach der EKBO vereint sind. Und die beim neuen Outfit alle ein Wörtchen mitzureden hatten, sagt Markus Bräuer. Darum habe man das Facelift ja auch noch etwas aufgeschoben. Erst die Fusion, dann das neue gemeinsame Erscheinungsbild. Das eint! Möchte man jedenfalls hoffen.

Angst vor den künftigen Farben müssen Moralisten und Traditionalisten nicht haben. Kein Neon-, Ultra-, Aqua-Irgendwas, keine schrillen Muster, Technoeffekte oder schwarz-weiße Fantasien. Die EKBO besinnt sich – rein äußerlich – auf ihre Wurzeln: Rot und Violett. Letztere ist die traditionelle Farbe der Frömmigkeit, des Glaubens, der Buße, Besinnung und Demut. Das Evangelische Kirchenkreuz weht lila auf den weißen Fahnen und vor Ostern zur Passionszeit, im Advent- und in der Fastenzeit werden die evangelischen Gotteshäuser violett geschmückt.

Rot steht für Liebe und den Heiligen Geist, ist die Farbe an Pfingsten, zum Reformationstag, zur Konfirmation und Ordination von Pfarrern.

Schreiben wird sich die EKBO künftig in Vectora. „Grotesk“ nennt das Internet-Lexikon Wikipedia diese Schriftart. Etwas, das sich in jedem Computer Schreibprogramm unter Sans Serif verbirgt. Anschauen können das alle, die bald Post von ihrer Kirche bekommen. Die wird ab sofort im reformierten Layout verschickt. Wer mit der EKBO nicht schriftlich verkehrt, kann sich durch die neu gestaltete Infobroschüre „Im Glauben leben, im Leben glauben“ blättern. Elektronisch gibt es das moderne Design unter www.ekbo.de ab Mitte Dezember. Sächsische Zeitung, 01.12.2004

Robert Salzmer, 13. Dec. 04