Neues Logo auf Probefahrt
Verkehrsbetriebe der Stadt St. Gallen (VBSG) geben sich ein neues Erscheinungsbild
Noch ist es ein Einzelfall, bald werden alle davon betroffen sein: Die Busse der städtischen Verkehrsbetriebe werden ihr Kürzel VBSG durch die Strassen fahren. Make-up für eine immer älter werdende Flotte?
Martin Arnet

Prototyp: Bisher ist erst ein Bus mit dem neuen VBSG-Signet unterwegs. Weitere sollen folgen.
Unten schwarz, oben weiss, dazwischen ein roter Streifen, der im Vorderteil von schrägen Strichen und hinten von einem Bären-Signet unterbrochen ist: Seit in den 1980er-Jahren Trolley- und Autobusse beschafft wurden, ist St. Gallern und St. Gallerinnen dieses Erscheinungsbild vertraut. So vertraut, dass es fast schon altmödelig wirkt.
Bahnen machen es vor
Ganz im Gegenteil zu vielen andern öffentlichen Verkehrsmitteln. Da ist beispielsweise die Südost-Bahn, deren SOB-Signet sich grossflächig über alle Wagen zieht. (Die SOB-Loks allerdings sind - mit einer Ausnahme - als Werbeloks unterwegs.) Ähnlich bei den Appenzeller Bahnen (AB), deren grosses «A mit Pfeil» von den Triebwagen prangt und deren rote Wagen immer häufiger wie perforiert in rot-weiss-schwarz erscheinen. Oder die Trogener Bahn (TB), die sich kontinuierlich vom Orange der alten Pendelkompositionen verabschiedet. Alle öffentlichen Transportmittel in der Region hätten ein vertrautes Kürzel und ebenso ein bekanntes Logo, erklärt Thomas Romer, Direktor der Verkehrsbetriebe der Stadt St. Gallen (VBSG). Eben dieses Kürzel sei aber noch viel zu wenig bekannt, sei noch keine eigene «Marke». Die VBSG seien zwar bereits weitherum in der Region tätig, fahren nach Mörschwil, Abtwil, Steinach oder Tübach. «Sie werden aber noch zu stark als städtische Verkehrsbetriebe wahrgenommen.» Das soll sich nun ändern. Die Beschaffung der neuen Uniformen für das Fahrpersonal habe im letzten Frühling den Anstoss gegeben, für die VBSG ein Logo zu schaffen, erklärt Romer. Zuerst wurde es auf den neuen Kleidern angebracht. Jetzt soll es Schritt um Schritt überall dort erscheinen, wo etwas mit VBSG zu tun hat. Ab dem Fahrplanwechsel (am 12. Dezember) wird das Logo auf den Fahrplantafeln an den Haltestellen zu sehen sein. Ebenso wird der neue gedruckte Fahrplan im Taschenformat mit dem neuen Logo versehen.
Make-up für alte Flotte?
Parallel dazu werden auch die Busse entsprechend ausgestattet. Um zu evaluieren, wie das VBSG-Signet am besten wirkt, sind einem Versuchsbus zwei unterschiedlich grosse Signete aufgeklebt worden. Nach fast einmonatiger Probefahrt ist mittlerweile klar, dass die Grösse auf der Einstiegsseite passt. Werden nun alle Busse mit dem neuen Logo beklebt? Und: Handelt es sich dabei um ein Make-up für eine alte Flotte oder werden nur die schon mehrfach versprochenen neuen Busse damit ausgestattet? «Die Beklebung sämtlicher Fahrzeuge erfolgt schrittweise im Rahmen der ordentlichen Servicearbeiten», antwortet Romer. Ein konkreter Zeitplan für die Beklebung bestehe nicht. Von Aufmotzen einer alten Flotte könne indes keine Rede sein: «Dazu wäre eine Generalrevision erforderlich.» Hat man sich auch Gedanken darüber gemacht, das eher schwerfällige Kürzel VBSG ganz wegzulassen? Es habe solche Überlegungen gegeben, ist zu erfahren. Man habe aber den bisherigen Namen behalten und damit eine einheitliche «Marke» schaffen wollen. Eine Namensänderung - beispielsweise in Stadtbus - stand nicht zur Diskussion.
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Source:
St. Galler Tagblatt