
Bund der Waldorfschulen plant Kommunikationsoffensive mit neuem Corporate Design
Neues Erscheinungsbild zur Jubiläums-Aktionswoche
(Stuttgart/Weimar) - Der Bund der Freien Waldorfschulen e.V. in Stuttgart hat die Weimarer Agentur Atelier Papenfuß beauftragt, ein modernes Erscheinungsbild zu entwickeln. Das neue Corporate Design, das erstmals anlässlich der Aktionswoche im Herbst 2004 verwendet wird, ist Ausgangspunkt für eine kommunikative Neuausrichtung. Die berühmte Waldorf-Schrift - für viele ein unverwechselbares Erkennungszeichen - wird zur Diskussion gestellt.
Zu ihrem 85-Jährigen soll “die Waldorfpädagogik” in ganz neuem Licht erscheinen. Als idealen Anlass für die Kommunikation einer fundamentalen Innovation sieht der Geschäftsführer des Bundes der Freien Waldorfschulen e.V., Walter Hiller, die bundesweiten Jubiläumsfeierlichkeiten mit einer Aktionswoche vom 25. September bis zum 2. Oktober in vielen deutschen Städten: “Wir wollen Offenheit und Dialogbereitschaft signalisieren und uns in Zukunft sehr viel offensiver in die Bildungsdiskussion einmischen. Dies unterstreichen wir auch visuell.”
So sollen die berühmten “Waldorf-Schriften” einer neuen Typografie weichen - der “Optima Roman“, in der auch dieser Text geschrieben ist (nur in der PDF-Version). Die bleibt selbst bei langen Texten gut lesbar und erleichtert das “Querlesen”. Dass die Abkehr von dem eingeführten Markenzeichen, das bekanntlich auch der Körperpflegemittel-Hersteller Weleda verwendet, höchst mutig ist, weiß der Geschäftsführer nur zu gut: Es gibt Corporate Design-Fachleute, die die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, weil wir ein so starkes Marken-Merkmal aufgeben. Wir wollen uns jedoch in der öffentlichen Diskussion neu aufstellen.”
Andreas Papenfuß vom Weimarer Atelier Papenfuß suchte und wurde fündig: “Die bisherige Waldorf-Schrift vermeidet rechte Winkel, heute sehen wir das als reinen Formalismus, der die Kommunikationsfähigkeit der Schrift erschwert. Mit der Optima Roman bieten wir eine funktionale Typografie, die gut lesbar ist ohne ihre Wurzeln zu verleugnen.” Derzeit werden sämtliche Waldorf-Medien nach den neuen Gestaltungsrichtlinien der Weimarer Agentur überarbeitet.
Da die einzelnen Waldorfschulen völlig autonom sind, verbindet Hiller mit der Aktionswoche noch eine weitere Hoffnung: “Wenn die Schulen sehen, dass das neue Corporate Design gut funktioniert, dann werden sie sich hoffentlich auch für ihre eigene Kommunikation anregen lassen und mitmachen.” zk-ado
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Source:
Bund der freien Waldorfschulen